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Namco (ursprünglich 1955 als Nakamura Seisakusho Co., Ltd. gegründet und im Juni 1977 offiziell in Namco umbenannt) startete in die 1980er Jahre als das einflussreichste Unternehmen der weltweiten interaktiven Unterhaltungsindustrie. Nach dem visionären Kauf der verlustbringenden Division von Atari Japan im Jahr 1974 für die damals gewagte Summe von 500.000 US-Dollar stellte Firmenchef Masaya Nakamura ein außergewöhnliches internes Team von Elektronikingenieuren zusammen. Der internationale Wendepunkt folgte im Mai 1980 mit der Spielhallen-Veröffentlichung von Pac-Man (entworfen von einem jungen Toru Iwatani). Das Spiel brach das Monopol der damals dominierenden Weltraum-Shooter, indem es charakterbasierte Labyrinth-Mechaniken einführte und sich zu einem weltweiten Kulturphänomen entwickelte, das Hunderttausende von Leiterplatten (PCBs) rund um den Globus verkaufte.
Im Bereich der Arcade-Hardware trieb Namco die Entwicklung der Mikroprozessortechnik obsessiv voran. Sie verabschiedeten sich von simplen Single-Chip-8-Bit-Architekturen und entwickelten die **Namco Warp & Warp**-Architektur sowie kurz darauf das revolutionäre **Namco Galaga**-Board (1981). Dieses nutzte eine Multitasking-Konfiguration aus drei zentralen Zilog-Z80-Mikroprozessoren, die in perfekter paralleler Synchronisation arbeiteten, um Grafik, Spiellogik und unabhängige Dreikanal-Audio-Subroutinen zu steuern. Diese enorme Rechenleistung ermöglichte standardmäßig die Nutzung vollständiger dynamischer RGB-Farbpaletten, pixelgenaues Hardware-Scrolling und komplexe KI-Algorithmen für die Bewegungsmuster der Gegner.
Mitte des Jahrzehnts gelang Namco mit der Veröffentlichung von Xevious (1983) ein wegweisender technischer Meilenstein. Das von Masanobu Endo entworfene Spiel gilt aufgrund seiner fortschrittlichen, mittels Bitmaps und realistischer Texturen simulierten Polygon-Schattierung als Grundstein des vertikal scrollenden Shoot-'em-up-Genres. Im Jahr 1984 unterschrieb Namco im Vorfeld des Heimunterhaltungs-Booms auf Diskette und Modul als einer der ersten Drittanbieter einen Premium-Verlagsvertrag mit Nintendo für das Family Computer (Famicom)-System. Um die Consumer-Software strikt von der anspruchsvollen Arcade-Sparte zu trennen, wurde das Sub-Label Namcot ins Leben gerufen, dessen Maschinencode-Portierungen zeitweise über 40 % der gesamten Nettoeinnahmen des japanischen Traditionsunternehmens ausmachten.
Gegen Ende der 80er Jahre verschob Namco die dreidimensionalen Grenzen der Computerarchitektur weiter nach vorn. 1988 führten sie die Arcade-Hardware **Namco System 21** ein (intern "Polygonizer" genannt) – die weltweit erste Leiterplatte, die speziell für das massenhafte Echtzeit-Processing und native Rendering von 3D-Polygongrafiken mit Flat Shading und hardwarebeschleunigten Matrixberechnungen entwickelt wurde. Damit nahm Namco die Standardisierung dedizierter Heim-Grafikkarten um Jahre vorweg. Zum Ende dieses goldenen Zyklus betrieb Namco nicht nur die größten und modernsten Vergnügungszentren Japans, sondern setzte mit seiner Assembler-Entwicklungsinfrastruktur auch die technischen Maßstäbe, an denen sich zukünftige 16-Bit- und 32-Bit-Computerumgebungen messen lassen mussten.
Technische Details und Erhaltungsmethoden: