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Opera Soft S.A. wurde 1986 in Madrid gegründet und etablierte sich schnell als eines der technisch versiertesten und renommiertesten Unternehmen des berühmten "Goldenen Zeitalters der spanischen Software". Das Studio wurde mit einer klaren Multiplattform-Ausrichtung geboren, was auf die weitreichende Erfahrung seiner Gründer zurückzuführen ist (die alle von Indescomp kamen). Diese beherrschten die interne Architektur der damaligen Mikrocomputer bis ins kleinste Detail.
In den späten 80er Jahren war der Heimcomputermarkt stark fragmentiert. Opera Soft zeichnete sich dadurch aus, dass sie kein einziges der etablierten Systeme vernachlässigten. Ihre Entwicklungen für Z80-Architekturen dominierten die europäischen Bildschirme: Die Versionen für den Amstrad CPC waren bekannt für ihre farbenprächtigen Paletten (unter intensiver Nutzung des Grafikmodus Mode 0); auf dem ZX Spectrum erreichten sie ein makelloses Scrolling, während sie das berüchtigte "Attribute Clash" minimierten; und für den **MSX**-Standard nutzten sie die Videochips sowohl auf den Modellen der ersten Generation als auch bei optimierten Konvertierungen perfekt aus.
Selbst der Commodore 64 – ein System, das von anderen spanischen Studios aufgrund der komplexen Programmierung und des geringeren lokalen Marktanteils meist gemieden wurde – erhielt sorgfältig ausgearbeitete Versionen ihrer wichtigsten Titel. Mit der Einführung fortschrittlicher 16-Bit-Systeme machte Opera Soft einen enormen qualitativen Sprung. Sie programmierten native Titel und spektakuläre Konvertierungen für **PC MS-DOS**-Kompatible (wobei sie die damaligen CGA-, EGA- und VGA-Grafikkarten optimal ausnutzten) sowie für die leistungsstarken Multimedia-Architekturen des **Atari ST** und **Commodore Amiga**.
Diese überragende technische Kompetenz erlaubte es ihnen nicht nur, die klassischen Unterhaltungssektoren zu erobern, sondern auch in rigidere, geschäftsorientierte Marktnischen vorzustoßen. Ein klares Beispiel hierfür war das Ökosystem des Amstrad PCW. Obwohl es sich um ein reines Büro- und Textverarbeitungssystem handelte, passte Opera Soft offizielle Compilation-Packs und Sportsimulatoren an dessen Monochrom-Bildschirme unter dem Betriebssystem CP/M an und bewies damit absolute Flexibilität bei der Softwareentwicklung.