~~NOTOC~~ ====== CT Scanner ======
A> CT SCANNER

Der CT Scanner von [[..:..:companias:Cirtech|Cirtech]] ist ein Bilderfassungsgerät, das an ein Interface angeschlossen wird, welches wiederum auf den Erweiterungsport des PCW gesteckt wird.

Hardware-Bilder
Beschreibung, Kontext und Erhaltungsgeschichte

Entwickelt, hergestellt und ab **1987** im Vereinigten Königreich von der renommierten schottischen Firma **Cirtech** (unter der Leitung des Ingenieurs Ian Leyland) vermarktet, repräsentiert der CT Scanner (mit der Hardware-Revision v1.6 als ausgereiftem Produktionsstandard) eine der brillantesten und begehrtesten peripheren Software- und Hardwarelösungen im Amstrad-PCW-Ökosystem. In einer Zeit, in der traditionelle Flachbett-Flachbettscanner unerschwingliche Preise hatten, die den Preis des Computers selbst leicht verdoppelten, entwickelte Cirtech ein hybrides Hardware-Kit, das in der Lage war, den werkseitigen Nadeldrucker des Amstrad PCW (Modelle der 8000er-Serie) in einen hochauflösenden optischen Bilddigitalisierer zu verwandeln.

Im Gegensatz zu eigenständigen Erfassungsgeräten fehlten dem CT Scanner eigene Motoren, um den optischen Sensor zu bewegen. Stattdessen basierte das System vollständig auf der Wiederverwendung der Präzisionsservomechanik, die bereits serienmäßig im Amstrad-Drucker verbaut war. Der Benutzer entfernte die Farbbandkassette aus dem Drucker und steckte stattdessen einen kleinen optischen Lesekopf mit einer reflektierenden Fotodetektorkapsel fest.

Nach dem Einlegen des Dokuments oder Bildes in die Walzenzuführung und dem Starten der von Cirtech mitgelieferten dedizierten Software sendete der Computer Stoßwellen von "transparenten" Druckbefehlen. Diese Befehle zwangen den Druckerschlitten zu kontinuierlichen horizontalen Abtastungen (X-Achse) und synchronen Walzenmikroprüfungen (Y-Achse). Gleichzeitig projizierte der optische Kopf einen Lichtstrahl auf das Papier und maß die reflektierte Lichtintensität, wodurch das Dokument rein mechanisch Zeile für Zeile digitalisiert wurde.

Hardware-Architektur und Platinenkomponenten

Die interne Leiterplatte (PCB) des modularen Interfaces in der Revision v1.6 demonstriert die hohen industriellen Fertigungsstandards von Cirtech und verwendet diskrete Filterkomponenten sowie optimierte Logikchips für die Erfassung analoger Signale in Echtzeit:

I/O-Port-Mapping und Low-Level-Bitlogik

Für die direkte Kommunikation mit der Zilog Z80-CPU des Amstrad PCW decodiert die PAL-Logikmatrix des Cirtech-Interfaces einen spezifischen Portbereich auf dem oberen Hardware-Bus. Dies ermöglicht es der Software, die digitalisierten Helligkeitsdaten des ADC in Echtzeit abzurufen:

Software-Integration und Erfassungsmodi

Das kommerzielle Kit wurde mit einer 3-Zoll-Disketten ausgeliefert, die eine hochentwickelte Dienstprogramm-Software enthielt, die exklusiv für die CP/M Plus-Betriebssystemumgebung des PCW entwickelt wurde: