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A> DATATWIN 8

Datatwin 8 ist ein Erweiterungsperipheriegerät von [[de:companias:pinboardcomputers|Pinboard Computers]] für den Amstrad PCW der 8000er-Serie, das zwei externe 3.5"-Diskettenlaufwerke hinzufügt.

Es verfügt über eine Steuerungseinheit, mit der zwischen internen oder externen Laufwerken gewählt und deren Kapazität auf 180 KB oder 720 KB eingestellt werden kann.

Im Lieferumfang ist eine 3.5"-Systemdiskette mit 720 KB Kapazität enthalten, die CP/M 1.15 sowie die entsprechenden Treiber für den Betrieb der externen Laufwerke enthält.

Hardware-Bilder
Beschreibung, Kontext und Speichertechnik

Das System DataTwin 8 wurde zwischen **1989 und 1990** von der spezialisierten Firma Pinboard Computers auf dem britischen Markt eingeführt. Es etablierte sich als eine der hochentwickeltsten Sekundärspeicherlösungen professioneller Klasse für die Computer Amstrad PCW 8256 und PCW 8512. Das Peripheriegerät reagierte auf ein dringendes Marktbedürfnis jener Zeit: Die nativen 3-Zoll-Disketten (Maxell-Standard), die von Amstrad vertrieben wurden, waren extrem teuer in der Anschaffung, schwer erhältlich und besaßen eine sehr begrenzte Kapazität (180 KB pro Seite beim PCW 8256). Das DataTwin 8 löste diese Barriere durch die Integration eines doppelten 3.5-Zoll-Diskettenlaufwerks für Double Density (DS/DD) in einem separaten externen Metallgehäuse mit eigener Steuerungslogik.

Im Gegensatz zu herkömmlichen externen Erweiterungen, die den Strom direkt vom Bus des Computers bezogen, integrierte Pinboard Computers standardmäßig ein **integriertes geregeltes Netzteil (PSU)** im Gehäuse des DataTwin 8. Diese Designentscheidung war entscheidend für die Gewährleistung langfristiger Zuverlässigkeit. Sie verhinderte eine Überlastung der Spannungsleitungen der internen analogen Monitorplatine des PCW, die bei hoher gleichzeitiger Stromaufnahme mechanischer Motoren anfällig für fatale Spannungseinbrüche war. Die Verbindung erfolgte über ein Flachbandkabel an den seitlichen 50-poligen Erweiterungsbus des PCW, wobei ein rückseitiger Durchgangsanschluss das Durchschleifen zusätzlicher Geräte ermöglichte, ohne die Leitung exklusiv zu belegen.

Laufwerkssteuerungslogik und FDC-Reverse-Engineering

Die Logikplatine der Pinboard-Schnittstelle verwaltete die Umleitung elektronischer Signale, um die nativen Hardware-Einschränkungen zu umgehen, die durch das Motherboard-Design des Amstrad PCW vorgegeben waren:

Software-Integration und Dateisystem

Damit das Betriebssystem die neuen 3,5-Zoll-Disketten (mit einer formatierten Nettokapazität von 720 KB bei Double Density) verwalten konnte, war das DataTwin 8 auf eine tiefgreifende logische Rekonfiguration der Systemsoftware angewiesen:

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