~~NOTOC~~
A> GEM DRIVE

Der GEM Drive von [[de:compañias:cirtech|Cirtech]] ist ein Solid-State-Massenspeichergerät (Silicon RAM Drive), das an den seitlichen Erweiterungsport des Amstrad PCW der 8000er-Serie angeschlossen wird.

Hardware-Bilder
Beschreibung, Kontext und Erhaltungsgeschichte

Der Ende der 1980er Jahre von der renommierten schottischen Firma Cirtech im Vereinigten Königreich und auf europäischen Märkten vertriebene GEM Drive gehört zu den fortschrittlichsten und am besten optimierten Solid-State-Sekundärspeichergeräten für die Amstrad PCW-Reihe. Im Bereich der digitalen Erhaltung gab es erhebliche Verwirrung in der technischen Fachliteratur, in der dieses Gerät fälschlicherweise als mechanische Festplatte oder als konventionelles externes Diskettenlaufwerk klassifiziert wurde. In Wirklichkeit handelt es sich um ein **nichtflüchtiges Silizium-Disklaufwerk (Silicon RAM Drive)**, das auf statischen oder dynamischen RAM-Chips basiert und durch ein integriertes Batteriesystem kontinuierlich gepuffert wird.

Die Benennung dieses Peripheriegeräts beruht auf einer strategischen produkttechnischen Entscheidung: die Behebung der gravierenden Performance-Einschränkungen des Amstrad PCW bei der Ausführung der grafischen Desktop-Umgebung **GEM (Graphics Environment Manager) von Digital Research**. Das GEM-System und seine nativen professionellen Desktop-Publishing-Anwendungen (wie MicroDesign 2, OCP Advanced Art Studio oder anspruchsvolle Textverarbeitungsprogramme) erforderten ständige Lese- und Schreibzugriffe auf Systemdateien, Bildschirmzeichensätze und Maustreiber. Die Ausführung dieser Zugriffe über die langsamen, nativen mechanischen 3-Zoll-Diskettenlaufwerke mit nur 180 KB bremste den Arbeitsfluss drastisch aus und erschöpfte den verfügbaren Speicherplatz. Der GEM Drive stellte eine verzögerungsfreie virtuelle Festplatte bereit, welche die Datentransferraten vervielfachte und die mechanischen Laufwerke des Rechners entlastete.

Hardware-Architektur und nichtflüchtige Stromumschaltung

Die Platine und das modulare Design des GEM Drive von Cirtech zeichnen sich durch ein robustes elektronisches Layout aus, das so konstruiert wurde, dass das gesamte Dateisystem auch bei ausgeschaltetem Computer vollständig geschützt bleibt:

Speicherbank-Paginierung (Paging) und BIOS-Patches

Für eine nahtlose Integration in das Betriebssystem und die Anwendungssoftware musste die Cirtech-Entwicklung einen Mechanismus zum Mapping von Speicherblöcken implementieren, um die nativen Grenzen der CPU zu umgehen: