Digital Research, Inc. (DRI) war eines der einflussreichsten Softwareunternehmen der 70er und 80er Jahre, gegründet von Gary Kildall. Seine Rolle war für den Amstrad PCW (in Deutschland als Schneider Joyce bekannt) von grundlegender Bedeutung, da es die technische Infrastruktur bereitstellte, die es diesem Computer ermöglichte, mehr als nur eine einfache elektronische Schreibmaschine zu sein.
Bekannte Adresse des Unternehmens:
Der historische Hauptsitz von Digital Research, Inc. (DRI) befand sich in der Küstenstadt Pacific Grove im Bundesstaat Kalifornien, USA.
Im Laufe seiner Geschichte in den 80er Jahren belegte das Unternehmen mehrere emblematische Gebäude in derselben Ortschaft:
Pacific Grove liegt auf der Monterey-Halbinsel, einer Gegend, die Gary Kildall gezielt auswählte, um der industriellen Hektik des heutigen Silicon Valley zu entfliehen.
Hier sind die wichtigsten Details zu seiner Beziehung zum Amstrad PCW und seiner Geschichte:
Das Betriebssystem: CP/M Plus
Obwohl der PCW standardmäßig mit LocoScript startete, enthielt jeder Rechner Disketten mit dem Betriebssystem von Digital Research.
Bildungssoftware und Sprachen
Digital Research lieferte nicht nur das Betriebssystem, sondern auch Programmierwerkzeuge für den PCW:
Die grafische Benutzeroberfläche GEM
Obwohl GEM (Graphics Environment Manager) eher durch spätere Modelle (wie den Amstrad PC1512) in Erinnerung geblieben ist, wurde es von Digital Research entwickelt.
Der historische “Fehler” von Digital Research
Das Unternehmen ist berühmt für eine der größten Legenden der Informatik: IBM wollte ursprünglich, dass Digital Research das Betriebssystem für den ersten IBM PC im Jahr 1981 liefert.
Ende des Unternehmens
Trotz des technischen Erfolgs mit Maschinen wie dem Amstrad PCW konnte das Unternehmen nicht mit der Dominanz von Microsoft konkurrieren.