TECHNISCHE DATEN
NAME:Kempston Data / Kempston Microonics Ltd.
HERKUNFT:Kempston, Bedford, Bedfordshire, England (UK)
GEGRÜNDET:ca. 1981 (durch Peter S. Champion)
STATUS:Historisch (Inaktiv / Aufgelöst)
SPEZIALISIERUNG:Joystick-Schnittstellen, optomechanische Mäuse und Eingabeperipherie
OFFIZIELLE WEB:Nicht existent
Beschreibung
Kempston Data war die spezialisierte kommerzielle Abteilung und eine der kultigsten Marken für Peripherie-Hardware-Engineering der 8-Bit-Ära im Vereinigten Königreich. Weithin bekannt für den absoluten Joystick-Standard auf Sinclair-Plattformen, erreichte das Unternehmen 1986 einen entscheidenden Meilenstein der Diversifizierung, indem es eine Präsenz für die Amstrad PCW-Serie aufbaute. Das Ziel dieser Entwicklungen war es, physische High-Fidelity-Steuerungsschnittstellen bereitzustellen, die das Paradigma einer reinen Büromaschine durchbrachen. Dadurch wurde der Softwarekatalog des PCW für Action-Videospiele und interaktive Desktop-Publishing-Umgebungen (DTP) geöffnet.
Entwickelte Hardware (Spezifikationen)
Der physische Hardware-Katalog von Kempston für die Amstrad PCW 8256/8512-Systeme erweiterte die Low-Level-Eingabe-/Ausgabefähigkeiten der Maschine. Die beiden für eine präzise Emulation und digitale Erhaltung erforderlichen Basiserweiterungen sind:
- Kempston Joyce-Stick Interface: Auf den Markt gebracht Mitte 1986 zu einem ursprünglichen Verkaufspreis von £19.95. Dieses Peripheriegerät wurde direkt an den hinteren Erweiterungsbus des Computers angeschlossen und bot einen DE-9-Pin-Controllerport nach Atari-Spezifikation. Im Gegensatz zur synchronen Protokollbehandlung von Cascade dekodiert die physische Board-Architektur von Kempston Signale, indem sie diese auf den Eingabe-/Ausgabe-Port 0A0h (&HA0) des Z80-Mikroprozessors abbildet.
- Bit-Abfrageprotokoll (Native Aktive High-Logik): Wenn ein IN-Befehl auf dem E/A-Port 0A0h ausgeführt wird, wird der Status in aktiver High-Logik zurückgegeben (ein binärer Wert von 1 signalisiert das Schließen des Schalters oder das Drücken des Feuerknopfs):
- Bit 4: Feuerknopf (Fire). Gibt den Wert 1 zurück, wenn gedrückt.
- Bit 3: Richtung oben (Up). Gibt den Wert 1 zurück, wenn der Stick nach vorne gedrückt wird.
- Bit 2: Richtung unten (Down). Gibt den Wert 1 zurück, wenn der Stick nach hinten gezogen wird.
- Bit 1: Richtung links (Left). Gibt den Wert 1 zurück, wenn nach links gedrückt wird.
- Bit 0: Richtung rechts (Right). Gibt den Wert 1 zurück, wenn nach rechts gedrückt wird.
- Kempston Mouse (The Joyce Mouse): Eine bahnbrechende Hardware-Lösung, die auf den Sektor für fortschrittliches Seitenlayout und Desktop-Publishing (DTP) abzielt. Sie bestand aus einer mechanischen Drei-Tasten-Maus, gepaart mit einer dedizierten Bus-Controller-Erweiterungskarte, die eine flüssige X/Y-Koordinatenpositionierung auf dem Bildschirm ermöglichte und die nativen Einschränkungen der Cursortasten bei der professionellen Textblockmanipulation umging.
Support-Software & Integration
Die Hardware-Lösungen von Kempston erhielten sofortige und massive Unterstützung durch die wichtigsten britischen Softwarehäuser. Ihr einzigartiges Port-0A0h-Protokoll wurde direkt in die Bootloader-Routinen monumentaler Spiele wie der Bounder-Trilogie, Batman und Ocean Softwares Head over Heels kompiliert. Für Unternehmensumgebungen und den Mauseinsatz lieferte Kempston native CP/M-Systemdisketten mit den erforderlichen .FIB-Erweiterungskonfigurationsdateien, um das BIOS abzufangen und den Mauszeiger nahtlos in professionelle Layout-Suites zu integrieren.
Bekannte Adressen (England, UK)
Technisches Hauptquartier und Geschäftsräume
Kempston, Bedfordshire (England)
Originaler verifizierter Pressekontakt für Werbung: Telefon (0234) 852994
Sekundäre Kennung für Postbestellungen: Kempston Data, Dept. J, Bedford.