Der NEC µPD765 ist ein ikonischer Floppy-Disk-Controller (FDC) aus den 80er Jahren, der für die Computerarchitektur jener Zeit von grundlegender Bedeutung war. Im Amstrad-Ökosystem wurde er nativ in Modelle wie den CPC 664, CPC 6128 und die PCW-Serie integriert sowie im externen DDI-1-Interface für den CPC 464 verwendet.
Wichtigste technische Spezifikationen
Einsatz in Amstrad-Systemen (CPC/PCW)
In Amstrad-Systemen kommuniziert der Chip mit dem Prozessor über spezifische E/A-Ports:
Das Bit b10 des Adressports wird zurückgesetzt, da der FDC als Erweiterung betrachtet wird, selbst wenn es sich um einen internen Chip handelt. Das Bit b7 wird zurückgesetzt, um den FDC auszuwählen. Die Bits b8 und b0 werden verwendet, um den spezifischen Betriebsmodus auszuwählen. Alle anderen Bits müssen auf 1 gesetzt werden, um Konflikte zu vermeiden.
Vermächtnis und Dokumentation
Dieser Chip war nicht nur das Herzstück der Datenspeicherung bei Amstrad, sondern auch der Standard in den ersten IBM PCs, dem ZX Spectrum +3 und der Sega SC-3000.
Zugriff auf den µPD765
Das Hauptstatusregister signalisiert, wenn der FDC bereit ist, das nächste Byte über das Datenregister zu senden/empfangen.
Das Datenregister wird verwendet, um Befehle und Parameter zu schreiben, Datenbytes zu lesen/schreiben und Ergebnisbytes zu empfangen. Diese drei Operationen sind:
Hinweis: Die Befehle “Rekalibrieren” und “Spur suchen” geben nicht direkt Ergebnisbytes zurück. Stattdessen muss das Programm warten, bis das Hauptstatusregister anzeigt, dass der Befehl abgeschlossen ist. Anschließend muss ein Befehl “Interrupt-Status abfragen” gesendet werden, um den Such-/Rekalibrierungsvorgang abzuschließen.
Dokumentation
Unter den folgenden Links finden Sie die gesamte Dokumentation (PDF) zum Chip.