Die PCW-Computerserie (Personal Computer Word-processor) wurde von Amstrad entwickelt und 1985 auf den Markt gebracht. Wie bei den CPC-Modellen gab es auch hier Versionen von Schneider, die jedoch den Namen Joyce anstelle von PCW trugen.
Alle Mitglieder der Familie (mit Ausnahme des PcW16) teilen die gleichen Grundmerkmale:
Zusammen mit dem Computer wurden geliefert:
Die Idee für den PCW kam Alan Sugar während einer Reise von Japan nach Hongkong im Juli 1984, als er feststellte, dass die meisten Computer als Textverarbeitungssysteme genutzt wurden. Seine Idee war es, einen Ersatz für die Schreibmaschine anzubieten.
Um die Kosten zu senken, wurde das Gerät um einen Z80-Prozessor und einen ASIC-Chip herum entwickelt, der bei MEJ Electronics in Auftrag gegeben wurde (mit denen man bereits beim CPC zusammengearbeitet hatte). Er verfügte über einen Schwarz-Weiß-Bildschirm und keinen Ton. Für die Software war erneut Locomotive verantwortlich, ein weiterer bewährter Partner aus der CPC-Entwicklung.
Obwohl das Gerät ursprünglich für 128 KB ausgelegt war, wurden aufgrund sinkender RAM-Preise letztendlich 256 KB verbaut. Der interne Codename lautete „Joyce“, benannt nach Sugars Sekretärin.
Der Computer kam im September 1985 auf den Markt und kostete etwa 399 £ zzgl. MwSt., was deutlich günstiger war als die PCs der damaligen Zeit. In den ersten zwei Jahren wurden mehr als 700.000 Einheiten verkauft, was einem Marktanteil von 60 % im Vereinigten Königreich und 20 % in Europa entsprach.
Die kommerzielle Lebensdauer des PCW reichte bis 1998, wobei bis zu diesem Zeitpunkt mehr als 8.000.000 Einheiten verkauft worden waren. Obwohl er als Geschäftscomputer äußerst populär war, konnte er sich als Heimcomputer nicht im gleichen Maße durchsetzen. Er verfügt weder über einen so umfangreichen Spielekatalog wie andere zeitgenössische Computer noch genießt er deren Bekanntheitsgrad in diesem Bereich.