PCW Magazine war eine der am sehnlichsten erwarteten Publikationen und entstand mit dem Ziel, das Informationsvakuum der Amstrad PCW-Anwendergemeinschaft zu füllen. Als Magazin, das sich ausschließlich dieser Computerreihe widmete, die jahrelang gegenüber populäreren Plattformen vernachlässigt wurde, war es eines der ambitioniertesten und zugleich kurzlebigsten Verlagsprojekte in Spanien. Es reagierte auf die Nachfrage zahlreicher Nutzer, die sich von der allgemeinen Computerpresse, die sich auf die CPC-Reihe oder PC-Kompatible konzentrierte, vernachlässigt fühlten.
Die Zeitschrift wurde als technisch hochwertige Monografie konzipiert, die sich ausschließlich der Architektur der 8256, 8512 und 9512 Maschinen widmete. Trotz der großen Erwartungen war ihre kommerzielle Laufbahn extrem kurz: Die Ausgabe 1 des PCW Magazine erschien im Januar 1991, mit der expliziten Ankündigung einer zweiten Ausgabe für Juli 1991. Es folgten jedoch keine weiteren Nummern mehr, was die kommerziellen Schwierigkeiten verdeutlichte. Das Magazin verschwand ohne Vorankündigung von den Kiosken.
Zu den Hauptzielen gehörte es, ein getreues Bild der nationalen und internationalen Hard- und Software für den Amstrad PCW zu vermitteln. Die Inhalte dienten als praktischer Leitfaden für professionelle Anwendungen, Ausbildung, Spiele, Programmlistings, Branchennews und Leserbriefe.
REDAKTIONELLE BERUFUNG UND INHALT
Das PCW Magazine war nicht nur ein Neuheitenkatalog, sondern ein Schulungsorgan für den Anwender:
EIN UNERWARTETES ENDE
Obwohl das Projekt inhaltlich und optisch tadellos war, orientierte sich der Markt 1991 bereits massiv in Richtung 16-Bit-Systeme und Windows. Dies, kombiniert mit Vertriebsschwierigkeiten, führte dazu, dass das PCW Magazine heute eines der seltensten Exemplare der spanischen Amstrad-Hemerothek ist.