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AMSTRAD PCW 8256 / SCHNEIDER JOYCE

Datenblatt

Prozessor Zilog Z80A mit 4 MHz und Wartezyklen.
RAM-Speicher 256 KB, intern erweiterbar auf 512 KB. 112 KB RAM-Disk.
ROM-Speicher Kein Boot-ROM vorhanden.
Chips Von Amstrad entwickeltes Gate Array, uPD765-Disk-Controller.
Grafik Auflösung von 720×256 Pixeln im Grafikmodus mit Text in 90×32 (90 Spalten x 32 Zeilen) (monochrom). Der Bildschirm wird in Zeilen innerhalb der ersten 128 KB gemappt, wobei die Referenz in 512 Bytes, der sogenannten Roller-RAM, gespeichert wird.
Sound Festfrequenzgenerator. Ausgabe über internen Lautsprecher (ohne Lautstärkeregelung).
Anschlüsse Erweiterungsbus sowie spezifische PCW-Anschlüsse für Tastatur und Drucker.
Internes Laufwerk 3-Zoll-Diskettenlaufwerk mit 180 KB pro Seite. Ein zweites 720-KB-Laufwerk kann installiert werden.
Monitor Grünmonitor mit zwei 3-Zoll-Schächten an der rechten Vorderseite. 13-Zoll-Bildschirm.
Tastatur 82 Plastiktasten im QWERTY/QWERTZ/AZERTY-Format, je nach Land.
Preis Spanien: 169.900 ptas. - USA: 499 $ - Frankreich: 6.990 F.

Information

Der Amstrad PCW 8256, in Deutschland auch als Schneider Joyce bekannt, war das erste Modell der PCW-Familie. Wie alle anderen Modelle verfügt er über einen Z80-Prozessor mit 4 MHz und einen Monochrom-Bildschirm mit einer Auflösung von 720 x 256.

Dieser Computer besitzt zudem ein 3-Zoll-Diskettenlaufwerk mit 180 KB pro Seite sowie 256 KB erweiterbaren Speicher. Er wurde zusammen mit einem Nadeldrucker mit eigener Schnittstelle geliefert, da der Computer keine Standard-Seriell- oder Parallel-Anschlüsse besaß.

Der Computer wurde mit einer Kopie von LocoScript, einer speziellen Textverarbeitung für diese Geräte, sowie einer Version von CP/M Plus, ausgeliefert, beides von Locomotive.

Der Amstrad PCW wurde auf den Markt gebracht, um den Markt für Kleinunternehmen zu erobern, indem er Computer, Drucker und Textverarbeitung zu einem niedrigeren Preis als eine Schreibmaschine anbot. Er fand große Akzeptanz trotz des Festhaltens an 3-Zoll-Disketten (zu einer Zeit, als sich 3,5-Zoll / 720 KB bereits als Marktstandard durchsetzte), da Amsoft intensiv daran arbeitete, CP/M-Anwendungen auf dieses Format zu konvertieren. Es war sogar einfacher, Dbase II auf 3-Zoll-Disketten zu finden als im nativen 5,25-Zoll-Format. Sogar Microsoft veröffentlichte alle seine CP/M-Compiler in diesem Format. Aufgrund der hohen Diskettenpreise erschienen bald Kits zum Anschluss von 5,25-Zoll- (extern) und 3,5-Zoll-Laufwerken (extern und intern, letztere erforderten Modifikationen). Unerwartet begannen Softwarehäuser, Spiele für den PCW zu veröffentlichen, was bewies, dass die GSX-Erweiterung (auf der das GEM der PC/ST-Systeme basierte) nicht nur für Diagramme geeignet war. Die RS232/Parallel-Schnittstelle ermöglichte den Anschluss anderer Drucker (einige Programme begannen, HP-Laserdrucker zu unterstützen), und in den BBS tauchten erste PCW-Nutzer auf. Schließlich erschienen Festplattenlaufwerke mit 20 bis 40 MB.

In Deutschland vertrieb Schneider die Geräte unter den Namen Joyce und Joyce Plus.

In den USA gab es einen kurzen Vorstoß zusammen mit den PC 1640-Modellen, doch sie wurden schnell durch den starken Katalogversand vom Markt verdrängt (es gab mehrere Anzeigen für den Abverkauf der Bestände). Es ist möglich, dass die US-amerikanischen und deutschen Platinen Unterschiede zum restlichen Europa aufweisen.

In Spanien machte der traditionelle Mangel an Peripheriegeräten die Nutzung anderer Drucker sehr kostspielig, weshalb die Geräte mit dem günstiger werdenden PC-Markt an Bedeutung verloren. Sie verschwanden aus den Büros, als die 9-Nadel-Drucker durch Tintenstrahldrucker ersetzt wurden. Eine Zeit lang entstand ein Markt für die Konvertierung von PCW-Dateien in PC-Formate.

Verpackung

Die Außenverpackung besteht aus einem Karton, in dessen Innerem, durch Styropor gegen mögliche Stöße geschützt, Folgendes enthalten war: der Grünmonitor mit einem integrierten 180 KB 3-Zoll-Laufwerk, ein Nadeldrucker, eine Tastatur, die Handbücher (Band 1: Locoscript, CP/M und Logo; Band 2: Mallard Basic) sowie zwei 3-Zoll-Disketten mit der Textverarbeitung Locoscript, CP/M, Utilities und Dr. Logo. Bei einigen Geräten war beim Kauf Software als Beigabe enthalten; in diesem Fall handelte es sich, wie auf den Bildern zu sehen ist, um ein Aktionspaket bestehend aus den Programmen Amsfile, Supercalc2 und einer Buchhaltungssoftware.

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