Z80PCW EMULATOR
Z80PCW ist eines der ältesten und international am meisten respektierten Amstrad PCW-Emulationsprojekte. Er wurde ursprünglich Mitte der 1990er Jahre von dem Niederländer H.M. van der Vliet entwickelt.
Dies ist der internationale Emulator, der den Grundstein vor dem Erscheinen moderner Optionen legte. Er war der „Historische Referenz-Emulator“. Er stellte die erste große internationale Bemühung dar, die PCW-Emulation über die Grenzen der Länder hinaus zu tragen, in denen die Maschine ein massiver Verkaufserfolg war.
Der Hauptfokus von Z80PCW lag auf absoluter Effizienz. In einer Zeit, in der die Leistung von Personal Computern (PCs) begrenzt war, entwarf Van der Vliet einen extrem optimierten Emulationskern, um das Betriebssystem CP/M und das Textverarbeitungsprogramm LocoScript in Echtzeitgeschwindigkeit auszuführen, selbst auf Maschinen mit i486- oder Pentium I-Prozessoren.
- CPU-Emulation: Implementierung des Zilog Z80, optimiert für hohe Leistung.
- Modell-Unterstützung: Konzentrierte sich ursprünglich auf die 8000er-Serie (PCW 8256 und 8512).
- Disk-Controller: Funktionale Emulation des NEC µPD765-Controllers, die die Verwendung von Disk-Images im .DSK-Format ermöglicht.
- Schnittstelle: Verwendete eine einfache, auf Textmenüs oder Befehlen basierende Benutzeroberfläche (typisch für MS-DOS), wobei Funktionalität Vorrang vor Ästhetik hatte.
Er wird derzeit als „Legacy“-Projekt oder als eingestellt (abandoned) kategorisiert.
- Historische Bedeutung: Er war die Basis, auf der viele internationale Enthusiasten die PCW-Emulation kennenlernten, bevor Projekte wie JOYCE zum Multiplattform-Standard wurden.
- Aktuelle Nutzung: Nicht empfohlen für den täglichen Gebrauch auf modernen Betriebssystemen (Windows 11/12) aufgrund von Inkompatibilitäten mit 64-Bit-Architekturen. Er bleibt jedoch ein grundlegendes Stück Software-Erhaltung, da sein Quellcode als Referenz für das Verständnis der Kommunikation zwischen dem Z80 und den maßgeschneiderten Amstrad-Komponenten diente.
