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de:hardware:ampliaciones:ampliar_la_memoria_de_256kb_a_512_kb_en_el_pcw_8256

A> Speichererweiterung von 256Kb auf 512Kb

Je mehr wir uns an ein bestimmtes Computermodell gewöhnen, desto näher kommen wir an seine Grenzen. Meldungen wie "Out of memory" oder "No bytes free" bringen jeden Programmierer zur Verzweiflung, der mitten in einer komplizierten Aufgabe steckt. Die einzige Lösung besteht dann in einer gründlichen Überarbeitung der Arbeit, um eine Methode zu finden, die zum gleichen Ergebnis führt, dabei aber so viel Speicher wie möglich einspart.

Glücklicherweise ist dieses Problem für Benutzer des professionellen Computers Amstrad PCW 8256 völlig unbedeutend. Der Rechner ist bereits ab Werk bereit für einen echten "Riesenschritt", mit dem sich der RAM-Speicher erheblich erweitern lässt. Vorab muss jedoch klargestellt werden, dass, obwohl der PCW seinen RAM auf ein halbes Megabyte verdoppelt, dieser Speicher die Eigenschaften der mitgelieferten Programmiersprache Basic in keiner Weise verändert. Wenn also ein Programm auf dem Standard-Computer zu wenig Speicher hatte, wird dies auch nach dem Umbau der Fall sein.

Eine hervorragende Anwendung für Speichererweiterungen in solchen Fällen ist die Vergrößerung der Kapazität der virtuellen Festplatte bzw. der RAM-Disk. Im konkreten Fall des PCW wird die 256Kb-Erweiterung genutzt, um die Kapazität des Laufwerks M: von 112 K auf 368 Kb zu erhöhen. Auf diese Weise lässt sich das Kopieren von Dateien von einer Diskette auf eine andere über die RAM-Disk in einem einzigen Rutsch mit dem Befehl "PIP M:A:*.*" erledigen. Der Hauptvorteil dieser RAM-Disk liegt darin, dass sie wie ein herkömmliches Diskettenlaufwerk verwendet werden kann, jedoch ohne mechanische Verzögerungen, da kein Lese-Schreib-Arm vorhanden ist. Auf der Kehrseite ist die virtuelle Disk dem Risiko ausgesetzt, dass alle darauf enthaltenen Dateien in dem Moment gelöscht werden, in dem der Computer ausgeschaltet wird.

Die nachfolgend beschriebene Erweiterung für den PCW 8256 macht ihn praktisch identisch mit dem Modell 8512. Aus diesem Grund und um die Modellpalette nicht unnötig zu diversifizieren, beschloss Amstrad, die Produktion des PCW 8256 einzustellen. Es war zu erwarten, dass der Preis für das offizielle Erweiterungskit des Herstellers dadurch erheblich sinken würde, weshalb sich viele Besitzer dieses Computers für eine Aufrüstung entschieden. Obwohl die Speichererweiterung selbst für Personen ohne große Elektronikkenntnisse äußerst einfach ist, sollte man bedenken, dass die Garantie erlosch, sobald auch nur eine Schraube am Monitorgehäuse gelöst wurde. In diesem Fall war es besser, den Umbau von einem Amstrad-Kundendienst durchführen zu lassen oder zu warten, bis die Garantie abgelaufen war.

Wenn wir uns entscheiden, die Erweiterung selbst vorzunehmen, benötigen wir 8 RAM-Chips mit einer Kapazität von 256 Kb und der Bezeichnung 41256-15. Die Unterbezeichnung "-15" gibt an, dass die Chips mit einer maximalen Geschwindigkeit von 150 Nanosekunden arbeiten können, was bedeutet, dass die Speicherchips sechsmillionen Mal in einer Sekunde mit dem Mikroprozessor kommunizieren können!.

Falls Sie diese Chips nicht finden können, können Sie sich auch für schnellere, aber eben auch teurere Speicherbausteine entscheiden. Nun, da die 8 integrierten Schaltkreise auf dem Tisch liegen, benötigen wir noch einige Werkzeuge, wie zum Beispiel einen langen Kreuzschlitzschraubendreher.

Der erste Schritt besteht darin, den Computer vom Stromnetz zu trennen und etwa fünf Minuten zu warten, bis sich die Kondensatoren entladen haben. Anschließend legen wir den Monitor mit dem Bildschirm nach unten auf einen Tisch (es empfiehlt sich, ein Handtuch unterzulegen, um Schäden am Bildschirm zu vermeiden) und entfernen mit dem Schraubendreher die sechs Schrauben, die das hintere Gehäuse halten.

Gleich danach nehmen wir das Gehäuse ab, um die gesamte Elektronik freizulegen, und richten unseren Blick auf die Platine, die sich am nächsten am Diskettenlaufwerk befindet. Dies ist die Hauptplatine des Computers, auf der sich die acht leeren Sockel befinden, die ungeduldig auf den zusätzlichen Speicher warten. Für den Einbau der Chips ist es nicht notwendig, diese Platine aus der Zentraleinheit auszubauen. Beim Einsetzen müssen wir darauf achten, dass die kleine Kerbe an den Chips korrekt nach oben (zur Oberseite des Computers) zeigt; also in die gleiche Richtung wie bei den acht baugleichen integrierten Schaltkreisen direkt daneben. In den meisten Fällen lassen sich die Chips nicht ganz leicht in die Sockel stecken. Hierbei können wir nachhelfen, indem wir die Pins leicht nach innen biegen. Auf keinen Fall sollten wir sie jedoch mit Gewalt hineindrücken.

Nachdem die 8 Chips auf der Platine platziert wurden, sollten wir uns jedoch noch nicht zu früh freuen, da der PCW die neue Speicherkonfiguration noch nicht automatisch erkennen kann. Dazu müssen wir auf eine kleine Gruppe von Mikroschaltern (DIP-Schaltern) in der Mitte der Platine achten, die mit A, B, C und D beschriftet sind. Ab Werk stehen diese Schalter auf ON-OFF-OFF-ON. Wir müssen nun die Stellung der Schalter A und B ändern und die von C und D beibehalten, um den Rechner in einen 8512 zu verwandeln. Am Ende muss die Konfiguration also OFF-ON-OFF-ON lauten. Es sollte keine andere Einstellung verwendet werden, da manche Konfigurationen den Computer beschädigen können.

Nun schließen wir den Computer wieder an das Stromnetz an und legen das CP/M-Betriebssystem (Seite 2) in Laufwerk A: ein. Drücken wir für einen Moment die Daumen, bis die Startmeldung auf dem Bildschirm erscheint. Schauen Sie genau hin: Die angezeigte Größe des Laufwerks M: sollte sich auf 368 Kb geändert haben. Sollte dies wider Erwarten nicht der Fall sein, liegt ein Fehler vor. Trennen Sie den Computer sofort wieder vom Netz und gehen Sie die Schritte noch einmal durch, um zu überprüfen, ob alle acht Chips perfekten Kontakt in ihren Sockeln haben.

  • PCWWiki übernimmt keine Haftung für Schäden, die durch die Handhabung oder Modifikation von Geräten entstehen. Dies ist eine orientierende Anleitung, und alle Risiken sowie eventuelle Schäden liegen ausschließlich in der Verantwortung des Benutzers.

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