Mikrocontroller i8048
Der Intel 8048 (Teil der MCS-48-Familie) war eine grundlegende Komponente in der Informatik der 80er Jahre. Amstrad setzte ihn hauptsächlich in seinen PC-kompatiblen Linien (XT) und in der PCW-Serie zur Tastatursteuerung ein.
Im Gegensatz zu den Amstrad CPC-Rechnern (bei denen die Tastatur eine passive Matrix ist, die direkt vom Soundchip AY-3-8912 gescannt wird), delegierten Modelle mit externer oder intelligenter Tastatur diese Aufgabe an den i8048.
Der i8048 in Amstrad-Geräten
- Amstrad PC1512/PC1640: Diese Computer verwendeten einen Intel 8048 (mit der Amstrad-Teilenummer 40042) innerhalb der Tastatur. Seine Aufgabe war es, die Tastaturmatrix zu scannen und Scancodes seriell über ein proprietäres Amstrad-Protokoll an den Computer zu senden, das inkompatibel zum damaligen IBM-Standard war.
- Amstrad PCW 8256/8512: In dieser Serie sendete der Mikrocontroller der Tastatur nicht nur die gedrückte Taste, sondern übermittelte wiederholt den vollständigen Status der Matrix (17 Wörter zu je 12 Bit) an das Zentralsystem.
- Evolution (8049): In späteren Modellen der XT-Reihe (wie dem PPC512 oder der PC2000-Serie) ersetzte Amstrad den 8048 durch den 8049, der die doppelte Speicherkapazität bot, um komplexere Scancodes und zusätzliche Funktionen wie die Tastatursperre zu bewältigen.
Technische Spezifikationen des i8048
Dieser Chip war der erste erfolgreiche Mikrocontroller von Intel (eingeführt 1976) und vereinte alle Elemente eines Computers auf einem einzigen Stück Silizium:
- CPU: 8-Bit-Prozessor.
- Speicher: Er enthielt 1 KB internes ROM (in dem das Scan-Programm gespeichert war) und 64 Byte RAM für temporäre Daten.
- E/A: Er verfügte über 27 Ein-/Ausgangsleitungen, ideal zur Überwachung einer großen Tastaturmatrix.
- Architektur: Er nutzte eine modifizierte Harvard-Architektur, bei der Programmspeicher und Datenspeicher strikt getrennt waren.
Warum war er wichtig?
Bei externen Tastaturen ermöglichte der i8048 die serielle Kommunikation, was die Anzahl der benötigten Kabel im Stecker drastisch reduzierte (normalerweise nur 4 oder 6 Adern), anstatt jede Zeile und Spalte der Matrix bis zum Mainboard führen zu müssen. Zudem erlaubte er der Tastatur, Funktionen wie die Tastenwiederholung (Auto-Repeat) und die Steuerung der LEDs autonom zu verwalten.
Dokumentation
Unter dem folgenden Link finden Sie die Dokumentation (PDF) zum Chip.

