Dieses von Kempston Data hergestellte Joystick-Interface ist ein Peripheriegerät, das den PCW mit einem Steueranschluss ausstattet. Dies erhöht den Komfort beim Spielen bestimmter Titel auf diesem Computer erheblich.
Wie allgemein bekannt ist, fehlt den Amstrad PCW-Computern ein nativer Joystick-Anschluss. Daraus ergab sich der Bedarf an einer Schnittstelle, die es Spielern ermöglichte, solche Steuergeräte zu nutzen. Genau dieses Problem löste der Hersteller Kempston mit seinem dedizierten Interface.
Das Gerät könnte optisch kaum schlichter sein: Es handelt sich um eine kleine Kunststoffbox mit einem Joystick-Anschluss auf der einen und einem Bus-Anschluss auf der anderen Seite. Eine werkseitig gedruckte Anleitung liegt nicht einmal bei, da sie aufgrund der reinen Plug-and-Play-Natur des Geräts schlicht nicht benötigt wird.
Die Handhabung ist denkbar einfach: Schalten Sie den Computer vollständig aus, stecken Sie den Bus-Anschluss des Interfaces in den Erweiterungsbus auf der Rückseite des Geräts und verbinden Sie anschließend den Stecker Ihres Joysticks mit der Joystick-Buchse des Interfaces... schon können Sie den Computer einschalten und mit dem Spielen beginnen!
Doch genau an dieser Stelle folgen die Enttäuschungen: Es muss Software gefunden werden, die dieses Joystick-Interface explizit unterstützt. In diesem Zusammenhang fällt besonders auf, dass Fairlight das Gerät nicht akzeptiert, obwohl während des Ladebildschirms eine Meldung erscheint, die das Gegenteil behauptet. Davon abgesehen funktioniert Steve Davis Snooker einwandfrei mit dem Interface auf einem Amstrad PCW 9512. Bei Head Over Heels auf dem Modell 9512 bricht der Ladevorgang jedoch ab und es erscheint eine Warnmeldung, die den Benutzer fälschlicherweise der Verwendung einer Raubkopie beschuldigt.
Kurum handelt es sich um ein sehr interessantes Peripheriegerät, das sich jedoch historisch gesehen kaum praktisch nutzen ließ. Dies war jedoch kein Fehler der Hardware selbst, sondern lag an der mangelnden Unterstützung durch die damaligen Spieleentwickler.
Fazit: Einfacher in der Handhabung geht es kaum. Der größte Schwachpunkt ist der Mangel an kompatibler Unterhaltungssoftware, die das Interface erkennt. Zu den bekanntesten Spielen, die sich optimal mit der Schnittstelle steuern lassen, gehören Head Over Heels und Steve Davis Snooker.









