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A> MARK 2 INTERFACE

Das Mark 2 aus dem Hause SCA Systems ist ein Peripheriegerät, das das Ökosystem des PCW mit einer seriellen RS232C-Schnittstelle, einer parallelen Centronics-Schnittstelle und einer Echtzeituhr (RTC) ausstattet.

Hardware-Bilder
Beschreibung, Kontext und Erhaltungsgeschichte

Das in den späten 1980er Jahren von der spezialisierten Hardware-Firma SCA Systems entwickelte und hergestellte Mark 2 (Mk II) Interface gilt als eine der fortschrittlichsten und komplettesten Multifunktionserweiterungen für professionelle Anwender der Amstrad PCW 8256 und 8512 Computer. Konzipiert als integrierte und überlegene Alternative zum offiziellen Amstrad CPS8256-Interface, bestand das Ziel von SCA Systems mit dem Mark 2 darin, sämtliche für eine professionelle Büroumgebung notwendigen Kommunikationskanäle in einem einzigen kompakten Modul zu zentralisieren. Dadurch wurde eine Überlastung des Erweiterungsbusses durch mehrere separate Einzelkarten elegant vermieden.

Auf der Ebene der Hardware-Architektur lag der entscheidende Wettbewerbsvorteil des Mark 2 gegenüber seinen direkten Konkurrenten in der Integration einer platineninternen Echtzeituhr (RTC). Beim Standard-Amstrad PCW war das Betriebssystem CP/M Plus strukturell nicht in der Lage, sich Uhrzeit und Datum nach dem Ausschalten des Geräts zu merken. Dies zwang professionelle Anwender dazu, diese Daten bei jedem Kaltstart manuell über Konsolenbefehle einzugeben. Das Mark 2 automatisierte diesen Prozess vollständig und transparent: Beim Hochfahren des Computers las ein kleiner residenter Treiber den Zeitmessungschip des Peripheriegeräts aus und übermittelte die exakte Uhrzeit sofort an das Dateisystem von CP/M Plus. Dies garantierte eine präzise chronologische Erfassung aller gespeicherten Dokumente und Berichte.

Hardware-Architektur und I/O-Port-Mapping (Low-Level)

Um eine 100%ige Kompatibilität mit der gesamten kommerziellen Software des PCW-Ökosystems zu gewährleisten, ohne dass proprietäre Herstellertreiber in den Benutzeranwendungen erforderlich waren, entschlüsselten die Ingenieure von SCA Systems ihre integrierten Schaltkreise so, dass sie das E/A-Port-Mapping der Maschine exakt nachbildeten:

  • Serielle und parallele Kommunikationskanäle: Das Interface reagiert nativ auf die klassische Adressierung der Ports 0E0h bis 0E3h (Daten- und Kontrollkanal der seriellen RS-232C-UART sowie das 8-Bit-Ausgangs-Daten-Latch-Register für die parallele Centronics-Schnittstelle). Dies stellte sicher, dass fortschrittliche Textverarbeitungsprogramme (wie LocoScript) oder dedizierte Terminal-Telekommunikationssoftware sofort einsatzbereit waren und das durchgeschleifte Erweiterungs-Hardwaregerät direkt erkannten.
  • RTC-Schaltkreis und Batteriepufferung: Der für die Zeitmessung zuständige Chip (in der Regel ein spezialisierter, stromsparender Echtzeituhr-Baustein aus den Halbleiterfamilien von OKI oder Epson) kommunizierte mit der Z80-CPU über Register, die in den freien E/A-Adressbereichen des Systems decodiert wurden. Die obere Platinenschicht beherbergt eine dedizierte Spannungsüberwachungsschaltung zusammen mit einer physischen, nichtflüchtigen Energiezelle (entweder eine Lithium-Knopfzelle oder ein wiederaufladbarer NiCd-Akkumulator). Diese Pufferbatterie hielt den Quarzkristall-Oszillator der RTC jahrelang und völlig autonom in Betrieb, sodass die exakte Uhrzeit auch dann erhalten blieb, wenn der Amstrad PCW komplett vom Stromnetz getrennt war.
  • Symmetrisches serielles Spannungssubsystem: Der integrierte serielle RS-232C-Anschluss benötigt echte negative Spannungspegel für die standardisierte physische Datenübertragung. Die untere PCB-Schicht des Mark 2 Interfaces verfügt über einen eigenen integrierten Spannungswandler/-inverter. Dieses Modul erzeugte die erforderliche -12V-Schiene direkt aus den positiven Spannungen von +5V und +12V, die über den seitlichen 50-poligen Erweiterungsbus des PCW bereitgestellt wurden. Dadurch erübrigte sich der Einsatz klobiger externer Zusatztransformatoren.

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