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A> CIRTECH PARALLEL PORT

Paralleler Druckeranschluss aus dem Hause Cirtech.

Hardware-Bilder
Beschreibung, Kontext und erprobte TTL-Schutzschaltung

Dieser von der schottischen Firma Cirtech (mit Sitz in Kirkcaldy, Schottland) ab **1986** auf dem britischen Markt vertriebene parallele Druckeranschluss etablierte sich als eine der robustesten und zuverlässigsten Erweiterungsalternativen in Industriequalität gegenüber dem teuren offiziellen CPS8256-Interface von Amstrad. Der Hauptzweck bestand darin, eine reine 8-Bit-Datenausgabe an fortschrittliche Matrix-, Typenrad- oder frühe Laserdrucker von Drittanbietern (wie Epson, HP, Star Micronics oder Citizen) zu ermöglichen. Dies entlastete Büros mit hohem Arbeitsaufkommen von der exklusiven Nutzung des werkseitigen Amstrad-Druckers, dessen Verbrauchsmaterialien und Farbbänder deutlich teurer waren.

Auf der Ebene der Hardware-Architektur und des Silizium-Designs – wie auf den Aufnahmen der Bestückungs- und Lötseite der Platine deutlich zu erkennen is – wendete Cirtech seine strengen industriellen Fertigungsstandards durch den Einsatz von reiner TTL-Digitallogik und elektrischen Überspannungsschutz-Subsystemen an:

  • Das Daten-Latch-Register (74LS273 / 74LS374): Der zentrale integrierte Schaltkreis ist dafür verantwortlich, die 8 Datenbits vom PCW-Bus (D0 bis D7) exakt in dem Moment synchron zu erfassen, in dem der Prozessor einen Schreibbefehl ausführt. Er hält diese auf den physischen Leitungen des externen Centronics-Anschlusses so lange elektrisch stabil, wie es der Puffer des Druckperipheriegeräts erfordert.
  • TTL-Leitungstreiber gegen Rückströme: Ältere professionelle Drucker erzeugten beim Schalten ihrer internen mechanischen Nadel- und Spulenmotoren starke elektromagnetische Störungen und Überspannungsspitzen. Cirtech schützte das PCW-Motherboard, indem alle physischen Leitungen für kritische Steuerungssynchronisationen (wie BUSY, /ACK, PE, SLCT und das Active-Low-Drucktriggersignal /STROBE) zwingend über invertierende TTL-Schaltpuffer (Chips wie der 74LS14 oder 74LS244) geleitet wurden. Diese elektrische Barriere stellte sicher, dass bei einem Kurzschluss im Kabel oder Drucker nur die günstigen, diskreten Schaltkreise des Cirtech-Interfaces zerstört wurden, wodurch die Integrität des Motherboards und der internen Z80-CPU des Computers vollständig geschützt blieb.
  • Durchschleifmechanismus und 36-poliger Amphenol-Anschluss: Der interne Adapter wird direkt an den seitlichen 50-poligen Erweiterungsbus des PCW gesteckt. Die Platine von Cirtech verfügt an ihrer Rückkante über doppelseitige Durchlauf-Leiterbahnen (Pass-Through). Dies stellte sicher, dass professionelle Anwender zusätzliche wichtige Erweiterungen gleichzeitig betreiben konnten (wie RAM-Erweiterungskarten derselben Marke oder DataDrive 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerkscontroller). Der externe Ausgang wurde mit einem robusten Buchsen-**36-Pin-Amphenol-Centronics-Anschluss** versehen, der mit dem Standard professioneller PC-Druckerkabel identisch ist.
I/O Hardware-Mapping und LocoScript-Kompatibilität

Um eine nahtlose und sofortige Integration in das gesamte Amstrad-Büro-Ökosystem zu erreichen, ohne dass komplexe Software-Patches erforderlich waren, bildete die Decoder-Elektronik von Cirtech das offizielle Port-Mapping der machine perfekt nach:

  • Amstrad-kompatibles Mapping (Ports 0E2h und 0E3h): Durch direktes Schreiben auf die Hardware-Ein-/Ausgabe-Adresse 0E2h (226 dezimal) leitete der Z80-Prozessor das Byte sofort in den Centronics-Ausgabepuffer zum Drucker weiter. Durch Auslesen von Port 0E3h (227 dezimal) erhielt die CPU augenblicklich den Status der physischen Steuerungssynchronisation. Dank dieses mit dem Amstrad-Standard identischen Adressierungs-Layouts erkannten die Textverarbeitung LocoScript und das Betriebssystem CP/M Plus das Cirtech-Interface nativ und interagierten direkt damit. Der Benutzer musste lediglich die Druckausgabe in den LocoScript-Menüs von „Amstrad-Drucker“ auf „Standard-Centronics-Drucker“ umschalten.

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